
The Burrow Project

THE BURROW PROJECT -
Eine akustische Grenzerfahrung zwischen Kafka, Prekarität und Noise
„Kafkas Werk ist weniger zu deuten, als experimentell zu erproben.“
Aus diesem Gedanken heraus entsteht THE BURROW PROJECT: ein hybrides Performanceformat zwischen Literatur, Klangkunst und Spoken Word. Franz Kafkas Fragment Der Bau wird hier nicht einfach gelesen – es wird gebaut, zerlegt, verzerrt, akustisch bewohnt und politisch aufgeladen. Live, prozessorientiert und ohne festgelegten Ausgang.
Ein paranoides Tier gräbt sich durch ein System aus Angst und Kontrolle – und begegnet schließlich seinem eigenen Echo als Feind. Der Bau wird als vibrierendes Labyrinth erfahrbar – ein Raum aus Sackgassen, Verdopplungen, Schattenkörpern und Halluzinationen.
Teil 1 – Leseperformance
• ca. 45 Minuten experimentelle Lesung mit dem Originaltext
• Stimme, Kontrabass und Loop-Systeme erzeugen einen auditiven Bau, der sich ständig verschiebt
• der reale Raum überlagert sich mit einem irrealen, psychischen Terrain aus Rissen, Tunnelblicken und innerem Noise
• keine Interpretation, sondern ein Ritual des Kontrollverlusts – eine Selbstauslieferung an den halluzinierenden Klang
Teil 2 – Spoken Word / Poetry Performance
Im zweiten Teil des Abends wird die Dynamik des „Baus“ bewusst in die Gegenwart übertragen:
Ein radikaler Stream-of-Consciousness-Text, inspiriert von Kafka, aber fest im Jetzt verankert.
Themen sind unter anderem:
• Prekarität
• Angstökonomien
• Selbstoptimierungszwänge
• Konkurrenzlogiken
• atomisierte Subjektformen
• digitale DoppelwesenDer Bau erscheint hier als Lebensentwurf, der sich seinem eigenen Subjekt entfremdet.
Die Sprache wird zur Attacke – rhythmisch, eruptiv, körperlich.THE BURROW PROJECT ist kein reproduzierbares Stück. Jede Aufführung erzeugt einen Hörraum der Unwägbarkeit – zwischen Innen und Außen, Kontrolle und Kontrollverlust, Ich und Double.
Textcollage, Spoken Word, Mixed Media & Performance: Maria Jamborsky
Kontrabass, Loops, Visuals: Marcel Siegel
THE BURROW PROJECT - Zwei Teaser von Marcel Siegel
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