Eine Saison in der Spielhölle
(sehr frei) inspiriert von Fjodor M. Dostojewskis Roman „Der Spieler“
Ein immersives, interaktives Theatererlebnis, das sein Publikum in eine metaphorisch aufgeladene, bizarre Spielhölle versetzt – grell überzeichnet als Allegorie der Gegenwartsgesellschaft.
Zwischen Payback-Punkten und Panikschüben, Tinder-Dates und gamifizierten Spielentwöhnungsprogrammen zerrüttet sich eine „upgedatete“ Version von Fjodor Dostojewskis Spieler – und erweist sich als symptomatische Sozialfigur unserer Zeit.
Alexej arbeitet als niedrig entlohnter Dealer im Casino-Konzern „Crapshoot“ und versucht zugleich, unter dem Druck einer Deadline den Dostojewski-Literaturförderpreis zu erschreiben.
Sein Thema: Die Ökonomie des Spiels im 21. Jahrhundert – und die allgegenwärtige Glücksspielmentalität der Erfolgsgesellschaft, von Finanzspekulationen bis zu den Suchtmechanismen sozialer „Slot Machines“.
Alexej verschuldet sich, verheddert sich in Sprachspielen, setzt im Rattenrennen aufs falsche Pferd und dreht zunehmend am Rad.
Kein Wunder: Im Chaos-Casino der Dauererregten steht die Zeit rasend still.
Ein fortlaufendes serielles Projekt, realisiert in wechselnden Formationen und Produktionszusammenhängen. Wie unter Wiederholungszwang wird immer wieder ein neuer „Gambler“ ins performative Rennen geschickt – und eine weitere Variante der happeningartigen Versuchsanordnung erspielt.
Eine Saison in der Spielhölle # 2
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Mit Paul Maximilian Schulze als Der Spieler
und Astrid Endruweit als Lady Luck
Musik: Marcel Siegel (Kontrabass, Loops) und Paul Maximilian Schulze (Guitar, Vocals)
Kostüm: Charlotte Gindreau
Video: Paul Maximilian Schulze
Text und Inszenierung: Maria Jamborsky
Premiere am 24.06.2023 im Rahmen des 48 Stunden Neukölln Festivals (Festivalmotto: Playground), Aufführungsort: "Das Gift"
Eine Saison in der Spielhölle # 1
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Mit Bastian Parpan als Der Spieler und Maria Jamborsky als Lady Luck
Musik: Marcel Siegel (Kontrabass, Loops)
Video: Sieva Diamantakos
Text und Inszenierung: Maria Jamborsky
Premiere am 22. Februar 2019 in der ufaFabrik Berlin.
Teilnahme am Performing Arts Festival 2019.
Weitere Aufführungen u.a.: Eschschloraque, Kaduka


