
Fire the Empire
Eine immersive Performance-Installation über die Unmöglichkeit der Utopie.
#Simulationstheater #PopHistorismus #Hypertextualität #NarrativeÜberforderung #DasScheiternVonSystementwürfen #ParadoxienVonUtopie #SubkulturelleAbschottung
Alarm in „Freedonia“! Ein temporär autonomes Wunderland – zugleich fiktiver Zufluchtsort und realer Kunstraum – wird von den autoritären Gelüsten eines imaginären „Empire“ attackiert. Der Ausweg? Eine interdisziplinäre Krisenkonferenz, die alle Grenzen von Raum, Zeit und Fiktion sprengt. Aus sämtlichen Epochen reisen die radikalsten Vordenker*innen an, um eiligst Rettungspläne zu schmieden – und das Chaos nimmt seinen Lauf.
Denn in dieser immersiven, site-spezifischen Performance-Installation zeigt sich schnell: Die größten Fallstricke sind nicht der "Feind" von außen, sondern die blinden Flecken der eigenen Position. Was passiert, wenn hochgerüstete Cyberpunks auf radikal-grüne Anarcho-Primitivisten prallen? Oder ein kontemplativer Individualanarchist vom arbeitseifrigen Anarcho-Syndikalisten gemaßregelt wird?
Sehr frei inspiriert von G. K. Chestertons „The Man Who Was Thursday“, irren die Zuschauer*innen durch einen unberechenbaren Parcours voller Agenten, Doppelagenten und ideologischer Reibereien. Mittendrin: Ein als Anarchie-Ikone „Groucho-Marx“ maskierter Saboteur, der das Performance-Chaos besser analysiert als der anwesende „Anarchologe“.
FIRE THE EMPIRE entpuppt sich als delirierendes, hochkomisches Spiel mit der Frage, wie Freiheit überhaupt organisiert werden kann, wenn nicht einmal klar ist, was sie überhaupt bedeutet. Ein schriller Raum der Möglichkeiten, der im Sekundentakt an den Klippen seiner eigenen Logik zerbricht.
Uraufführung im April 2007 im Karmanoia Art Space
Text und Inzenierung: Maria Jamborsky
Produced by Tim Schneider & the Karmanoia Crew
Installation/ Set: Tim Schneider, Heidi Johnson, Georg Losch
Mit: Max Adam, Stefan Butt, Heidi Johnson, Georg Losch, Bernhard Lütke, Angi Mandolini, Robert Rating, David See, Tim Schneider, Rodrigo Umseher, Sebastian Zimmler
Video: Sebastian Klatt, Atilio Menendez
Musik/ Sound: Bernhard Lütke
Kostüm/ Maske: Gemma Budden
Layout Flyer: Max Adam
Technik: Georg Losch
photos by: Sebastian Klatt und Gemma Budden














