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Maria Jamborsky wirkt als Autorin, Regisseurin und Poetry-Performerin in Berlin – meistens dort, wo die Stadt noch Risse zeigt. Nach einem Magisterstudium in Literatur-, Theater- und Kulturwissenschaft widmete sie sich dem, was ihr eigentliches Experimentierfeld wurde: dem Zusammenspiel von Text, Raum und sozialer Temperatur.

Ihre Inszenierungen, meist site-spezifische Theaterarbeiten, entstanden u. a. am Schauspiel Leipzig, am Theater Münster, im Ballhaus Ost, im bat der HfS „Ernst Busch“, in den Sophiensaelen, im Heimathafen Neukölln, im Hebbel Theater, im Kino Babylon in Berlin, in der Brotfabrik, der ufaFabrik sowie in Clubs, Keller- und Kneipenbühnen, Zwischennutzungen und künstlerischen Paralleluniversen der Berliner Szene.

Seit 2001 steht sie außerdem als Performerin auf diversen Bühnen – vom Musiktheater über Spoken Word bis zum subkulturellen Kabarett. (u.a. Engagement an der Neuköllner Oper) Ihre Arbeiten verbinden ein hohes Maß an konzeptueller Präzision mit einer leidenschaftlichen DIY-Ethik, die selbst widrigen Produktionsbedingungen ästhetischen Mehrwert abtrotzt. Die programmatische Vielfalt der Aufführungsorte – vom Straßeneck bis zum Stadttheater – folgt dabei keiner Exzentrik, sondern ihrer Überzeugung, dass Kunst dorthin gehört, wo sie irritieren darf. 

Artistic Statement 

Ich arbeite an der Schnittstelle von Text, Theater, Performance und urbaner Wirklichkeit. Dabei schöpfe ich oft aus dem satirischen Potenzial der spätkapitalistischen Gegenwart (Themen: Das Leistungssubjekt im Tanzmarathon zwischen Hyperkonsum und Erschöpfung, die absurden Rituale der Hustle Culture, toxische Positivität... u.a.)

Ästhetisch inspiriert von Jahrmarkttheater, der anarchischen Tradition des Dada und zeitgenössischem Text- und Diskurstheater setze ich auf satirische Verdichtung, Collage, Störung, Überlagerung, Sampling, das lustvolle Auseinandernehmen und Reassemblieren von Bedeutungen.

Im Zentrum steht der Versuch, Stadt eher als poetischen Raum denn als Spekulationsobjekt zu begreifen. Flanerie als Denkbewegung ernst zu nehmen und das soziale Territorium neu zu vermessen. Eine Form von „Chaosmose“: Kunst als offenes System, das die Unwägbarkeit kultiviert und gerade im Unfertigen erblüht.

Ich entwickle meine Arbeiten daher häufig für Orte, die hierfür adäquat sind: Hinterhöfe, Ladenlokale, städtische Brachen, Off-Bühnen. Typisch für meine Arbeitsweise sind serielle Strukturen und kalkulierte Wirklichkeitseinbrüche – Momente, in denen eine Inszenierung ins Happening kippt und das Publikum sich plötzlich im Zentrum einer unerwarteten Realität wiederfindet.

Kunst als kontrollierte Entgleisung: konzeptuell präzise, aber offen genug, um Wirklichkeit zu infiltrieren und unerwartete Momente von Erkenntnis, Komik und Chaos hervorzurufen. Eine performative Praxis, die zugleich analytisch, verspielt und irritierbar bleibt – und ihre eigenen Widersprüche nicht versteckt, sondern produktiv aushält.

Was mich antreibt? Die Sehnsucht nach einem Theater, das sich nicht anpasst, sondern einmischt. Ein Theater, das Räume öffnet, Wirklichkeit verschiebt und mit subversivem Humor Fragen stellt, die sonst untergehen würden.



Übersicht Projekte (Auswahl)

2025 
> "The Great Gatsby's Magic Show of Success" Theaterperformance (Text & Inszenierung) im Babylon Kino 
> "Eine Saison in der Spielhölle" (#3) (Text & Inszenierung) im Babylon Kino 
> "Die wüste Stadt - ein Weimar Berlin Cabaret"/ Text-Musik-Collage (Text & Performance) -
Premiere im Schöneberger Salon
> Poetry Performances im Rahmen von "Submusik No 10 - textSOUNDmovement" im AKUDTheater und bei der Finissage des NYMPHArt Collective 

2024
> "Das Schweigen der Sirenen" - Theaterperformance zum 100. Todesjahr von Franz Kafka (Text & Inszenierung), Premiere in der ufaFabrik Berlin, Special "Kafka 100" im Babylon Kino
> "Stimmen aus dem Exil" - musikalisch-literarisches Programm (Performance) im
Schöneberger Salon sowie im Ökospeicher Wulkow
> Performance im Rahmen der Gruppenausstellung „Urban Witches Not Bitches III/ Beast From the East“ in der Neurotitan Galerie, Berlin

2023
> "Subjoyrides" - Solo-Ausstellung/ Kunstinstallation, Galerie Güstrow. Vernissage mit Konzertperformance von Jamborsky & Siegel im Rahmen der 22. Güstrower Kunstnacht. Außerdem Teilnahme an „Kunst Heute – Zeitgenössische Kunst erleben in Mecklenburg-Vorpommern“
> "Eine Saison in der Spielhölle" Theater-Performance-Serie (# 2), (Text & Inszenierung),
Premiere im Rahmen des 48 Stunden Neukölln Festivals

2022
> "Subjoyrides" - eine multimediale Konzertperformance (Jamborsky & Siegel), Premiere in der ufaFabrik Berlin.
Weitere Aufführungen u.a.: Inselbühne Potsdam, KlangWert/ werk 3 Schwerin, Belvedere am Kreuzberg

2021/2020
> Arbeit an "Filmriss (The Cabinet of Dr. Caligari)" - eine Multimedia Novel (fortl.)
> "Death of the Cool" Auftritte mit dem Attitüden Plattitüden Orchestra: ufaFabrik Boulevard, Crossover Poetry Slam, mehrmalig in der Mixed Show "Attitüden Plattitüden", sowie in der Zionskirche Berlin

2019
> "Roadshow Roulettenburg/ Eine Saison in der Spielhölle" Theater-Performance-Serie (# 1)
(Text, Inszenierung & Performance) ufaFabrik Berlin.
> Teilnahme am Performing Arts Festival 2019.
Weitere Aufführungen u.a.: Eschschloraque, Kaduka

2018
> "Wonderland"  Theaterinstallation (Text, Inszenierung & Performance) ufaFabrik Berlin,
Wiederaufnahme im Sommer 2019

2017/2016
> “Frozen Fire” Lyrik-Performance-Serie in drei Folgen (Text, Inszenierung & Set) Schauspiel Leipzig

2016/2015
> "Monkey Business" Performance-Serie in neun Folgen (Text, Inszenierung & Performance) "Hugo Ball", Berlin- Neukölln. Weitere Aufführungen u.a. Kleistforum Frankfurt Oder, Klunkerkranich, Sisyphos, Eschschloraque

2014
> "Heile Welt Münster" Theater- und Stadtraumperformance (Text & Inszenierung) Theater Münster

2014/2013
> "Titanomania" (Text, Inszenierung & Performance) fuchsundelster Berlin- Neukölln.
> Wiederaufnahme im Rahmen von "48 Stunden Neukölln – S.O.S. Kunst rettet die Welt" (2015, Klunkerkranich)

2013
> "Pink Pills For Pale People" Theaterperformance mit Puppenspiel und Live Music (Text, Inszenierung & Performance) fuchsundelster, Berlin-Neukölln, Ritter Butzke

2012
> Solo Exhibition (VRK Galerie „Porträts & Theaterprojekte“)
> "Berliner Leben" Musiktheaterstück (Mitwirkung als Sängerin & Performerin) Regie: Hendrik Müller, Neuköllner Oper

2012/2011
> "Die unheimliche Wiederkehr des Arthur Cravan" (Text & Inszenierung) bat Studiotheater der HfS "Ernst Busch", weitere Aufführungen u.a. in der Alten Kindl Brauerei Neukölln, Heimathafen Neukölln, Hebbel Theater, UT Connewitz Leipzig (ehem. Stummfilmkino)

2010
> "Prosperity is just around the corner" Performance-Installation (Text, Inszenierung & Performance) Ballhaus Ost. Weitere Aufführungen in der Alten Kindl Brauerei
> "Willkommen in Cretopia!" serielles Straßenperformanceprojekt/ diverse Berliner Kieze (Text, Inszenierung & Performance) sowie als Theater-Parcours auf dem Tempelhofer Feld (Text, Inszenierung & Performance)
> "Der Hirsch mit dem goldenen Geweih" (Mitwirkung als Performerin) Regie: Ninja Stangenberg und Julian Francis Bisesi, UNI.T Theater der Universität der Künste

2009
> "The Happiness Camp" Performance-Installation (Text & Inszenierung) Diverse Aufführungsorte, u.a. Salon zur wilden Renate, fuchsundelster, Frühperle
> "Scrub & Waggle" Theaterperformance (Text & Inszenierung) Gaya Theater

2009/ 2008
> "Drifting Underground Series II: Unterwegs mit World Capital Tours"  serielles Straßenperformanceprojekt/ diverse Berliner Kieze (Text, Inszenierung & Performance)

2008
> "Drifting Underground Sideshow" Theaterperformance (Text & Inszenierung) Sophiensaele

2007
> "Drifting Underground Series I: Auf der Suche nach dem verlorenen Underground" serielles Straßenperformanceprojekt/ diverse Berliner Kieze (Text, Inszenierung & Performance)
> "Anarchy-Ordnung muss sein" Performance-Installation (Text, Inszenierung & Performance) Karmanoia art space

2006
> "Murder Inc." Performance-Installation (Text & Inszenierung) Karmanoia art space
> "Drugged Voices" Theaterperformance (Text & Inszenierung) Gaya Theater

2004
> "Wild(e) Festival" (Kuration, Text, Inszenierung & Performance) 14.-17. Oktober 2004, Brotfabrik Berlin, inkl. Lesung mit Oscar Wildes Enkel Merlin Holland im Kino Toni am Antonplatz

2003/2002
> "Höchste Eisenbahn" Eine Revuette von Friedrich Hollaender (Mitwirkung als Sängerin/ Perfomerin) Regie: artdeshauses, Studiobühne Mitte, Theater Schmales Handtuch, Charlottchen

seit 2002 > diverse Auftritte als Sängerin/ Performerin in verschiedenen Musikformationen (Chanson, Blues, Kabarett)

© 2025 Maria Jamborsky. Erstellt mit Wix.com

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